Werkstatt Europa

Annette Kurschus, Präses, über das europäische Versprechen

Produktion der Namensfelder für den Platz des europäischen Versprechens | (c) Franziska Seeger

Die WELT am SONNTAG hatte als Weihnachtsbeilage ein Interview mit Annette Kurschus gebracht, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen. Erste Frage: “Das öffentliche Bild vom Ruhrgebiet reicht vom Armenhaus Deutschlands bis zur Zukunftswerkstatt des Landes. Wie sieht das Bild der Kirche aus?”

Kurschus: “Die Bevölkerung geht zurück, die Arbeitslosigkeit ist hoch, nicht wenige Menschen sind arm.” Einerseits. “Andererseits gibt es gerade im Ruhrgebiet ermutigende evangelische Aufbrüche und Zukunftsmodelle wie die Christuskirche Bochum … ”

Hat uns natürlich gefreut, das zu lesen, mehr aber das, was die Präses aus diesem Intro macht: Welche Orientierung die Kirche denn in Sachen EU-Finanzkrise biete? Antwort: “Auch wir haben keine Patentlösung.” Einerseits, andererseits:

„Die Euro-Finanzkrise wird sich nicht mit rein ökonomischen Rezepten bewältigen lassen. Es gilt, die große Idee Europa neu zu leben und zu gestalten. Diese Idee war ursprünglich eine Friedensidee. Dahinter stand die Erkenntnis: Wenn es meinem Nachbarn gut geht, wird es auch mir gut gehen, und wir können in Frieden miteinander leben.