Was gut und richtig ist

Nach dem Terrorangriff in Paris

Paris, Rue Vieille du Temple | (cc) Vitelone

“Der Fundamentalist glaubt, dass wir an gar nichts glauben”, schrieb Salman Rushdie zwei Wochen nach 9/11:

“Um ihn zu widerlegen, müssen wir zunächst überzeugt sein, dass er im Unrecht ist. Wir müssen uns einig sein darüber, was alles gut und richtig ist: Küssen in der Öffentlichkeit, Schinkenbrote, Meinungsverschiedenheiten, neuestes Mode, Literatur, Großzügigkeit, sparsamer Umgang mit Wasser, eine gleichmäßigere Verteilung der Ressourcen dieser Welt, Filme, Musik, Gedankenfreiheit, Schönheit, Liebe. Das werden unsere Waffen sein. Nicht, indem wir Krieg führen, sondern durch die furchtlose Art zu leben, für die wir uns entscheiden, werden wir sie besiegen.”

Salman Rushdie, “Joseph Anton”, Bertelsmann 2012, S. 693.

“Kampf der Demokraten gegen die Theokraten”

Die FAZ dokumentiert das “Manifest der Zwölf”, 2006 von Rushdie u.a. verfasst, als “Charlie Hebdo” erstmals ins Visier der Terroristen geraten war. Die WELT hatte den Wortlaut des Manifests im März 2006 veröffentlicht:

MANIFEST DER ZWÖLF