Haudegen #NoPegida

"Weihnachten mit der Familie": die Sprache des Pop

Haudegen in der Christuskirche 2013 | Foto Ayla Wessel, Kulturagentüer

Warum Pop die Welt verändern kann: Weil Pop keine Theorien hat. Weil er Gefühle hat. Weil er sich selber verändern kann. Weil Pop, um gut zu sein, nicht gut sein muss. Weil es Leute gibt wie Hagen Stoll und Sven Gillert.

Denen man vieles nachgeworfen hat, zum Beispiel dass

„irgendwelche Neonazi-Barden einen derartigen Kitsch aus Männerbündlerei und Naturverbundenheit kaum besser inszenieren könnten, weswegen in Antifa-Foren rauf- und runterdiskutiert wird, wo Haudegen politisch einzuordnen seien.“

Die Frage haben Stoll und Gillert beantwortet, sie haben  –  in der Sprache des Pop, nicht in der von Antifa-Foren  –  allen erklärt, was es bedeutet, wenn man ein Lied von ihnen mag:

„Mit diesem Lied bin ich einer von ihnen.“

Von den Flüchtenden. #NoPegida.

Im März hatten Haudegen auf dem Open Air des Bündnisses für ein offenes Dresden gespielt, im Anschluss gab es auf ihrer Facebook-Seite ein paar wütende Reaktionen von ein paar Pegidadaisten, die Gillert und Stoll entspannt gekontert haben:

“Wir sind dann mal Falafel essen.”

Jetzt spielen sie – zum zweiten Mal nach 2013 – bei uns, sie feiern, siehe Foto, “Weihnachten mit der Familie”. Und wenn die beiden dann sagen, was sie neulich gesagt haben:

„Wir sollten uns alle das Wort Toleranz dick hinter die Ohren schreiben. Wie kann man einen Menschen, der um Hilfe bittet, abweisen oder ignorieren…“

dann ist das die ganze Weihnachtsbotschaft.