Tag der Befreiung

Synagoge Bochum | 27. Januar

Marianne Rosenberg by CHoppe, List-Verlag (c)

Dass die Ermordung der europäischen Juden, der Sinti und der Roma gestoppt werden konnte, liegt ein Menschenleben zurück. Der Tag, an dem das Vernichtungslager Auschwitz befreit worden ist  –  am 27. Januar 1945  –   steht stellvertretend für die Befreiung von Zehntausenden Lagern, Ghettos, Folterkellern, es gab sie überall in Europa. 71 Jahre nach ihrer Befreiung aber gibt es immer weniger Menschen, die davon berichten können. Die Zeitzeugen sterben  –  gleichzeitig bricht in Europa ein neuer Antisemitismus auf.

Die Befreiung, ihre Notwendigkeit, dauert an. In der Christuskirche begehen wir  –  zusammen mit der Jüdischen Gemeinde dieser Stadt  –  den TAG DER BEFREIUNG seit Jahren, MICHAEL DEGEN hat hier gelesen, ebenso PETRA und MARIANNE ROSENBERG (siehe Foto) und GYÖRGY KONRÁD und THEODOR MICHAELKROKE haben gespielt, COCO SCHUMANN und BENTE KAHAN und GIORA FEIDMAN … sie haben eine Spur der Erinnerung in Bochum gelegt.

In diesem Jahr wird diese Spur unterbrochen: Die Grand Dame, die wir eingeladen hatten, eine der wenigen Überlebenden von Auschwitz, hat uns eine Absage geben müssen. Dieser Teil der Gedenkveranstaltung fällt aus, nicht aber der andere Teil:

In der JÜDISCHEN GEMEINDE Bochum-Herne-Hattingen gibt es einen kleinen Kreis der Überlebenden und Kriegsveteranen gibt, er lädt am

MITTWOCH | 27. JANUAR | 16:30 UHR

in die Synagoge Bochum am Erich-Mendel-Platz ein. Die Namen aller Bochumer, die, allein weil sie Juden waren, ermordet worden sind, werden verlesen.