Mozarts Requiem

Kein Staatsakt, eher ein Gottesdienst für Unbedachte

Theo Oberheitmann (c)

Napoleon Bonaparte oder Rudolph Moshammer: Wenn ein Trauerzug zum Triumphzug werden soll, wird Mozarts Requiem eingespeist, das Werk ist zum öffentlichen Sound öffentlicher Selbstinszenierung geworden, die darauf anlegt, den Tod dieses Selbst zu überdauern.

Unsere Stadtkantorei unter Arno Hartmann sucht, das Werk der Repräsentation zu entziehen und es  –  an dem Tag, an dem der Toten gedacht werde und der eigenen Sterblichkeit  –  so zu hören, wie Mozart es gehört haben mag, als er darüber starb.

Und ein Armenbegräbnis erhielt. Keinen Staatsakt, Mozarts Requiem ist eher ein Gottesdienst für Unbedachte: unpathetisch, ohne Pracht, anti-monumental. 

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