Seebrücke Bochum: Demo am Samstag

Der Weg ist kurz, wir sind uns selber nah

“Stoppt das Sterben!” Aufruf von Pro Asyl, zehn Jahre her, zehn! :

“Wenn jemand vor unseren Augen zu ertrinken droht, müssen wir helfen.”

Moralisch gesehen ist das Dilemma auch heute, zehn Jahre später, nicht aufzulösen: Je mehr Menschen aus Lebensgefahr gerettet werden, umso mehr begeben sich in sie hinein, umso mehr kommen in ihr um.

Moral allerdings ist kurzsichtig. Sie ist zu dicht dran und muss es sein, um uns die Augen zu öffnen. Aus der Distanz betrachtet sieht das Ganze anders aus, nämlich so wie auf dem Foto oben:

Im distanzierten Blick wird klar, wie kurz der Weg ist, wie unscheinbar die Distanz, wie nah wir uns selber sind. Wer da ertrinkt, es könnten wir selber sein.

Demonstration gegen das Sterben im Mittelmeer und in der Wüste am Samstag, 11:30 Uhr, HbF. Alle Infos hier.