Ein meditativer Marx?

Rainer Maria Rilke reloaded | 11. Januar

Rainer Maria Rilke, Porträt von Paula Modersohn-Becker, 1906 (cc)

Er war in der Lage, Trost zu finden noch in einem welken Blatt, hinter jeder Mauer konnte er ferne Gärten ahnen, und dann machte er sich auf, in all dem Elend die Schönheit zu suchen, den Glanz in der Armut, das Leuchten in der Dunkelheit.

Ein poetischer Assisi? Ein meditativer Marx?

Zum Ende seines Lebens flirtete Rilke mit dem italienischen Faschismus, dem „Schmied eines neuen Bewußtseins, dessen Flamme sich an einem alten Feuer entzündet“.

Wir müssen Rilke, gerade den religiös empfindsamen, immer auch als Warnung lesen.