„Ihr seid 1939“

Ein Wort zu Xavier Naidoo, dem frommen. Und zu Haudegen

Haudegen 2016 in der Christuskirche by Sabine Hahnefeld (c)

„Versündigt euch nicht an Deutschland.“ Xavier Naidoos jüngste Eingebung, weiter: „Ich geh nicht wählen, das ist nicht richtig, sich in diesem Unrechtssystem per Wahl an dem Unrecht auch noch zu beteiligen.”  Es ist ultrarektionäres Zeugs, was er von sich gibt, es bestätigt, warum Naidoo, der sich so gerne so fromm gibt und in so frommen Kreisen so gerne umarmt wurde, bei uns keinen Fußbreit bekommen hat. Wir haben seit Jahren die Stop-Taste gedrückt, sobald es über einen anderen hieß, er “spielt mit X.N.” oder “stand mit X.N. auf der Bühne” oder dgl. Promo. Sie ist peinlich. Das einmal als Geschichte aus dem ästhetischen Alltag hier bei uns.

Und gleich noch eine weitere, auch hier geht es um eine Grenze, aber da geht es anders zu, es geht um HAUDEGEN:

2 x haben Sven und Hagen bei uns gespielt, die beiden stehen keineswegs in der rechten Ecke, in die man sie drängt, sie haben eine Grenze gezogen zu identitätsfrommen Leuten wie Naidoo oder eben Frei.Wild. An diese Leute ist dieser Song gerichtet, der Refrain lautet:

“Komm, sing deine Lieder von Ehre und Stolz / verkauf deine Lügen und mach sie zu Gold. / Doch auf meinem Standpunkt bleib ich: Ihr seid 1939.

Das ist ziemlich gut gerechnet.