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Nik Bärtsch’s Ronin

Neues Album - live

Ronin by Boris Müller

Das Gleiche ist nie dasselbe und das Selbe immer anders gleich. Mal wird RONIN unter Minimal Music verbucht, weil trancehaft repetitiv, mal unter Zen-Funk, weil komplex rhythmisiert, mal unter Jazz, weil zielstrebig verspielt, dann auch mal als Weltmusik, weil sich völlig verschiedene Musikwelten in ihr verbinden, und sehr oft unter Techno, weil durch und durch körperbetont. RONINs Musik ist das alles und entzieht sich alledem.

Ihre Muster  –  Nik Bärtsch spricht von „Modulen“, seine Musik nennt er „Ritual Groove Music“  –  bewegen sich beharrlich wie von unsichtbarer Kraft getrieben, aber nicht wie Rädchen in einer Maschine, eher wie Wellen auf dem Wasser, die sich gegeneinander verschieben, überlagern, in einem Sog vereinen. Kleinste Veränderungen, die alles verändern und sich im Ganzen verlieren …

Wer Clubs liebt, kennt dieses Gefühl, das dann entsteht: dass einen der Groove in sich hineinzieht, man nicht auf den Fleck genagelt wird, sondern hineingenommen in eine Bewegung, die einen umspielt und umhüllt und mit sich nimmt. Musik wie ein langes, sorgfältig aufgebautes DJ-Set, das seine Energie ohne Brüche und Wechsel freisetzt, stattdessen durch eine Bewegung hindurch, die sich  –  langsam fließend  –  ihren Weg in den eigenen Körper bahnt.

Der Flow. Ein Stream of Consciousness, der das Bewusstsein körperlich macht. Nur dass RONIN diesen Flow ohne Sequencer erschaffen, ohne Clicktrack, ohne Loops, alles ist händisch erspielt, klassisch instrumentiert, ohne KI erdacht. Mit einer Präzision, die keiner Mechanik gehorcht, nur dem Pulsschlag des eigenen Körpers, dem Groove des Herzens. Eine rhythmische Disziplin, die fassungslos machen kann, aber gerade so  –  ohne das Auf und Ab von Strophe und Refrain, ohne die Geborgenheit von Melodien und ohne dass diese, nur weil sie wiederkehren, hymnisch abgefeiert würden  –  gerade ohne diese Gehhilfen des Hörens erschaffen die Vier einen Groove, der den Raum weitet. Der erleben macht, dass Zeit selber einen Sound hat dann, wenn Musik nicht nur klingt, sondern atmet.

Eigentlich, müsste man sagen, machen RONIN gar keine Musik, sie erschaffen einen Zustand, in dem sind die Körper das eigentliche Instrument. „Ekstase durch Askese“, sagt Nik Bärtsch. 2001 hatte er RONIN gegründet, ihre Alben gelten als Leitwährung für eine Musik, die nicht in Sparten denkt, die aber die Sparten der Musik nicht einfach addiert, sondern aufgehen lässt in dem, was ihnen gemeinsam ist, ihrem inneren Groove.

Und jetzt: ein neues Album!

Infos dazu folgen, aber das Konzert zum Album – das neue Album live – gibt es bereits. Hier. Ein urban urtyp-Konzert

MIT

Kaspar Rast | drums
Jeremias Keller | Bass
Sha | reeds
Nik Bärtsch | grandpiano

Nik Bärtsch’s Ronin

Neues Album - live

Einlass 18 Uhr | VVK 30/15 € zzgl. Gebühren | Tickets direkt hier bei uns und in allen besseren VVK-Stellen bundesweit