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The Watch

The Peter Gabriel Era

The Watch plays The Peter Gabriel Era | (c) Marina Montobbio

Eigentlich gibt es bei uns  –  wir hatten es zwei drei Mal probiert  –  keine Tributes, eigentlich. Uneigentlich schon, das gesamte Klassik-Genre ist im Grunde nichts anderes als das, was Tribute-Bands machen, auch klassische Ensembles covern, was andere erdacht und Tausende andere vor ihnen gemacht haben, alle spielen sie nach. Insofern lautet die Frage: Sind die frühen GENESIS nicht selber bereits Klassik?

Ist PETER GABRIEL für seine Zeit  –  Mitte des 20. Jahrhunderts: Aufbrüche überall, Optimismus allerorten, und vor allem ein unerschütterliches Vertrauen in die Kunst des Pop wie ein Jahrhundert zuvor in die Kusnt der Klassik  –  ist also Gabriel nicht das, was die Heroen der klassischen Epoche für ihre Zeit gewesen sind? Nämlich Ausdruck ihrer Zeit? Und gilt dann nicht auch für Gabriel, was Adorno für alle Kunst festgestellt hat, dass sie „nichts in sich Fertiges“ sei:

„Objektiv lösen aus ihnen immer neue Schichten sich ab, treten hervor; andere werden gleichgültig und sterben. Das wahre Verhältnis zu einem Kunstwerk ist nicht sowohl, daß man es, wie man so sagt, einer neuen Situation anpaßt, als daß man, worauf man geschichtlich anders reagiert, im Werk selbst entziffert.“

Können wir das? In den frühen GENESIS-Songs das entziffern, worauf sie geschichtlich reagieren? Und diese Reaktion vergleichen mit der, die wir heute an den Tag legen? Können wir uns selber in der Musik der frühen Genesis entziffern? 

Klingt abgehoben, die Frage, ja, ist aber das Maß, das man an Tribute-Bands anlegen muss. Nicht, ob sie alles exakt so spielen, wie man es von der Scheibe zuhause gewohnt ist, sondern ob sie das, was auf der Scheibe zuhause eingehaust ist, mit Leben füllen können, mit vergangenem und dem heutigen. Paul Whitehead  –  er ist der Cover-Künstler der frühen GENESIS-Alben, seine Bilder stehen überall in der Welt in den Regalen  –  er sagt:

„THE WATCH ist die Band, die mich am meisten an die Magie von Genesis erinnert.“

Und jetzt Steve Hackett selber, er macht es kurz:

„Ich empfehle The Watch, I recommend them.“

Entrichten wir also den Tribut an eine Zeit, die zu erinnern lohnt, ein Beispiel: Damals hielten alle Gabriels Genesis für „verkopft“, allerdings war „verkopft“ damals kein Schimpfwort …


THE WATCH | plays GENESIS THE GABRIEL ERA

supp. by Aaron Brooks

>> Freitag 24. Mai 2019 | 20 Uhr
>> Einlass 19 Uhr
>> VVK 24,00 € zzgl. Geb.
>> Tickets an jeder besseren VVK-Stelle bundesweit oder  direkt hier bei uns ordern

AARON BROOKS

War Frontman von Simeon Soul Charger, der amerikanisch-bayerischen  –  wie soll man sie nennen?  –  Psychedelic-Folk-Pop-Progressiv-Band, die sich als Live-Band eine riesige Fan-base in Europa erspielt hat. Bis Aaron Brooks unter schweren Depressionen aus dem Tourbetrieb ausscheiden musste.  Jetzt ist er solo zurück, seine Band perdu, er ist jetzt alleine der, dessen Stimme die klassische Rockgeschichte zitiert, ohne sie jemals zu imitieren: „mal hysterisch wie Bryan Ferry zuzeiten von Roxy Music, mal mystisch-verheißungsvoll wie Ian Anderson von Jethro Tull“, schrieb der Bayerische Rundfunk über Brooks Solo-Debüt:

„Mal erinnern die Arrangements an King Crimson, mal an den Country Rock von Buffalo Springfield, mal an Pink Floyd; überhaupt: Aaron Brooks, so scheint es, zieht die Quersumme aus „The good old Times of Rock“ ohne je platt epigonal zu wirken. Seine Texte erzählen vom Leben und Sterben, üben Zivilisations- und Konsumkritik, sind aber nie vordergründig politisch. ‚Ich habe einen sehr romantischen Blick auf die Welt, in der Art der Beatpoeten‘, sagt Brooks.“

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The Peter Gabriel Era

Tickets direkt hier bei uns ordern oder in allen besseren VVK-Stellen bundesweit. (*zzgl. Gebühren)