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ChorWerk Ruhr | cwr 72

Musikalische Exequien Programm: HEINRICH SCHÜTZ [1585 – 1672] _Musikalische Exequien SWV 279-281 GIACINTO SCELSI [1905 – 1988] _Tre Canti Sacri HEINRICH SCHÜTZ _Geistliche Chor-Music 1648 [Auzüge]   Laute: Björn Colell Violone: Hartwig Groth Orgel: Christoph Anselm Noll ChorWerk Ruhr in 24er Besetzung Musikalische Leitung: Florian Helgath Einführung ins Werk [16:30 Uhr]: Dr. Christoph Kammertöns   […]

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CWR by Pedro Malinowski

Musikalische Exequien

Programm:

HEINRICH SCHÜTZ [1585 – 1672]
_Musikalische Exequien SWV 279-281

GIACINTO SCELSI [1905 – 1988]
_Tre Canti Sacri

HEINRICH SCHÜTZ
_Geistliche Chor-Music 1648 [Auzüge]

 

Laute: Björn Colell
Violone: Hartwig Groth
Orgel: Christoph Anselm Noll

ChorWerk Ruhr in 24er Besetzung
Musikalische Leitung: Florian Helgath

Einführung ins Werk [16:30 Uhr]: Dr. Christoph Kammertöns

 

Exequien  –  wörtlich: hinaus geleiten  –  sind freie Zusammenstellungen von Bibelworten, die Menschen sprechen, wenn sie Verstorbene aus dem Leben geleiten. Heinrich Reuß  –  mit vollem Titel Heinrich Posthumus Reuß, Herr von Gera, Schleiz und Lobenstein mit Plauen, er war der humanistisch gebildete Landesherr von Heinrich Schütz  –  hatte sich, den Tod vor Augen, seine Exequien noch selber zusammen gestellt. Nach seinem Tod übergab seine Witwe die Textsammlung an Schütz mit der Bitte, sie zu vertonen: Schütz ordnete die Bibelverse zu einem Konzert, das die Form einer Messe variiert  –  es wurde die Totenandacht für Heinrich Reuß.

Heinrich Schütz wird als „der erste große Könner auf dem Feld der musikalischen Textversinnbildlichung“ bezeichnet. Frei übersetzt, er hat keine Text vertont, sondern deren Sinn; er hat das Empfinden, das Zuflucht sucht in einem Text, in Tönen formuliert, er hat Sprache gedeutet: Seine Musikalischen Exequien gelten als die vielleicht kunstvollste Trauermusik eines Jahrhunderts, das mit Krieg und Elend überreich angefüllt war.

Das Werk beginnt mit Hiob, dem Theologen des Trotzes, und erinnert somit daran, wie sehr der Humanismus dieser Zeit dem biblischen Trost und Trotz gleichkommt: Dieser Humanismus hat sich die Idee, dass Schönheit Menschen verändern kann, von den Verwüstungen des Krieges nicht verwüsten lassen.

Den bis heute vertrauten Eigenklang der biblischen Verse  –  „Leben wir, so leben wir dem Herren. Sterben wir, so sterben wir dem Herren, darum wir leben oder sterben, so sind wir des Herren …“  –  hat Schütz in ein chorisches Gewand gekleidet, das sich sechs- bis achtstimmig aufbaut: die expressive Schönheit einer Tradition, die Trost und Trotz zu geben vermag.

>> Mehr Informationen auf dieser Seite: „Einfühlung ins Menschenrecht“

 

>> Tickets für 18 Euro inkl. Gebühren | halber Preis für alle bis 25 Jahre
>> CWR 72 ist eine Kooperation von ChorWerk Ruhr, Christuskirche Bochum und dem Kulturbüro der Stadt Bochum mit Unterstützung des Kultursekretariats NRW.

 

 

ChorWerk Ruhr | cwr 72

Musikalische Exequien Programm: HEINRICH SCHÜTZ [1585 – 1672] _Musikalische Exequien SWV 279-281 GIACINTO SCELSI [1905 – 1988] _Tre Canti Sacri HEINRICH SCHÜTZ _Geistliche Chor-Music 1648 [Auzüge]   Laute: Björn Colell Violone: Hartwig Groth Orgel: Christoph Anselm Noll ChorWerk Ruhr in 24er Besetzung Musikalische Leitung: Florian Helgath Einführung ins Werk [16:30 Uhr]: Dr. Christoph Kammertöns   […]