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Gottesdienst für die Unbedachten

Wenn ein Mensch stirbt, stirbt seine Seele mit ihm, ja, aber nicht seine Würde. Sie ist geborgen in seinem Namen, und sie wird bewahrt, indem man den Namen öffentlich nennt, ihn laut in die Welt hinein spricht. Immer mehr Menschen aber sterben und werden begraben, ohne dass es eine öffentliche Namensnennung, eine Trauerfeier gäbe. Sie […]

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Altarwand der Christuskirche Bochum by thw

Wenn ein Mensch stirbt, stirbt seine Seele mit ihm, ja, aber nicht seine Würde. Sie ist geborgen in seinem Namen, und sie wird bewahrt, indem man den Namen öffentlich nennt, ihn laut in die Welt hinein spricht. Immer mehr Menschen aber sterben und werden begraben, ohne dass es eine öffentliche Namensnennung, eine Trauerfeier gäbe. Sie sterben ohne Angehörige, ohne Freunde, ohne Nachbarn, sie sterben lautlos. Bestattet werden sie auf öffentlichen Friedhöfen, das allerdings, es gibt dort besondere Areale, sie heißen „Anonymes Gräberfeld“: Die Städte sichern jedem, der in ihren Mauern stirbt, einen Ort zu, ein Grab, eine letzte Zuflucht. In Bochum sind es monatlich 20 Menschen, die so aus der Stadtgesellschaft gehen: Sie werden bestattet, aber nicht erinnert, sie bleiben unbedacht.

Gäbe es nicht die Gottesdienste für sie, die Unbedachten, Unerinnerten, die Nicht-Genannten. In Bochum werden diese Gottesdienste seit 10 Jahren gehalten, sie werden ökumenisch gehalten, und jetzt, im 10. Jahr, wird ein Gedenkbuch erscheinen mit Beiträgen Bochumer Künstler/innen.

Der Gottesdienst für die Unbedachten findet in der Christuskirche statt, das Buch wird im Anschluss an den Gottesdienst vorgestellt.

 


 

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Gottesdienst für die Unbedachten

Wenn ein Mensch stirbt, stirbt seine Seele mit ihm, ja, aber nicht seine Würde. Sie ist geborgen in seinem Namen, und sie wird bewahrt, indem man den Namen öffentlich nennt, ihn laut in die Welt hinein spricht. Immer mehr Menschen aber sterben und werden begraben, ohne dass es eine öffentliche Namensnennung, eine Trauerfeier gäbe. Sie […]