Lade Veranstaltungen

Haudegen | Weihnachten mit der Familie

Ein für allemal, die beiden sind nicht rechts, sie sind dagegen. Mit AfD haben sie nichts am Hut und die AfD nichts mit ihnen, bei Pegida sind sie nicht mitgelaufen, sie haben sich denen entgegen gestellt, und über Thilo Sarrazin singen sie mit geballter Faust: „Wenn das die Lösung ist, dann will ich mein Problem […]

_MG_4281

Haudegen in der Christuskirche, Dezember 2015 | Foto Olaf Rauch

Ein für allemal, die beiden sind nicht rechts, sie sind dagegen. Mit AfD haben sie nichts am Hut und die AfD nichts mit ihnen, bei Pegida sind sie nicht mitgelaufen, sie haben sich denen entgegen gestellt, und über Thilo Sarrazin singen sie mit geballter Faust:

„Wenn das die Lösung ist, dann will ich mein Problem zurück!“

Hagen Stoll und Sven Gillert sind nicht rechts, sie machen einfach Deutschrock. Keine Schnörkel, keine Girlanden, der Beat ist auf Tempomat gestellt, es geht los und es geht weiter und hört im Grunde nie auf. So sind sie zu einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Bands geworden. Gibt es einen Unterschied zu, sagen wir, den TOTEN HOSEN ? Ja. Ins Haudegen-Publikum gerät man nicht, wenn man die mittlere Beamtenlaufbahn nimmt.

Arbeiterstolz, auch das. Und wie. Es geht um Basics: um Freundschaft, Treue, Füreinander einstehen, um Stolz auf das, was man mit eigenen Händen baut  –  keine Schlösser, kein Stadtschloss, kein „Airport in Berlin“, wohl aber die Datsche hinterm Wald, wo man die Kinder spielen lassen kann, solche Dinge.

Das alles, schrieb Ulf Kabanke auf laut.de, ist „bewusst limitiert“, ein „cleverer, hymnischer und effektiver Stadionrock ganz alter Schule“:

„Um Welten organischer als das schlagereske Gummimetal-Imitat von Wolfgang Petry. Variabler als Unheilig, zupackender als Pur, dabei in ästhetischem Ausdruck und empathischer Nuanciertheit auch NDH-Heinis wie Frei.Wild und Co. weit überlegen.“

Weit überlegen sind Haudegen aber eben auch, weil sie  –  ganz alte Schule  –  tatsächlich eine Botschaft haben, sie geben was auf die Ohren und ins Hirn, sie machen es auf eine  –  das ist gutes Handwerk   –  unaufdringliche Weise: Ihre politischen Statements sind das gerade Gegenteil von dem, was eine völkisch-tümelnde Truppe wie Frei.Wild raushaut. Sie sind aber auch geradliniger und ungenierter als das, was man so oft von Kanzeln hört, wenn es darum geht, etwas Wegweisung zu spendieren, Beispiel:

„Ein Hoch auf meine Freunde Igor & Nassim  / Sie sagen unser aller Religion ist der Glaube an uns /  Ich gehe in Frieden  /  und wünsch‘ es euch auch  /  Geht mit uns in Frieden  /  Ihr wollt es doch auch.“

Das ist die ganze Sonntagspredigt in vier Takten. Bei uns werden Hagen Stoll und Sven Gillert kurz vor Weihnachten zum dann bereits dritten Mal predigen, ich räume meinen Arbeitsplatz: „Weihnachten mit der Familie“ wird wieder körpernah sein und akustisch (und dennoch laut genug, keine Sorge). Wird eindringlich rau sein, angenehm besinnlich und für alle, die eine der wenigen Karten ergattern, sowas wie Familienglück.

>> Donnerstag, 8. Dezember, 20 Uhr | Einlass 19 Uhr
>> Tickets 34,35 Euro hier

Haudegen | Weihnachten mit der Familie

Ein für allemal, die beiden sind nicht rechts, sie sind dagegen. Mit AfD haben sie nichts am Hut und die AfD nichts mit ihnen, bei Pegida sind sie nicht mitgelaufen, sie haben sich denen entgegen gestellt, und über Thilo Sarrazin singen sie mit geballter Faust: „Wenn das die Lösung ist, dann will ich mein Problem […]