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Tag des offenen Denkmals | „Macht & Pracht“

Was an der Demokratie schön ist: dass es sie gibt, wenn Macht & Pracht in Schutt & Asche liegen. Was an der Demokratie nicht schön ist: dass sie sich so schwer tut damit, sich ihre eigene Schönheit zu schaffen. Ihre Macht ist ihre Öffentlichkeit, ihr Selbstbewusstsein. Diese Macht zu feiern, geht nahezu immer an allem […]

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Bochum 1945. Bildmitte: Turm der Christuskirche.

Was an der Demokratie schön ist: dass es sie gibt, wenn Macht & Pracht in Schutt & Asche liegen. Was an der Demokratie nicht schön ist: dass sie sich so schwer tut damit, sich ihre eigene Schönheit zu schaffen.

Ihre Macht ist ihre Öffentlichkeit, ihr Selbstbewusstsein. Diese Macht zu feiern, geht nahezu immer an allem vorbei, was man, wenn überhaupt, mit Pracht verbinden möchte: Würstenbuden auf der Paradestraße Preußens, auch wenn sie jetzt „Straße des 17. Juni“ heißt, zeugen nicht von Pracht, sondern von Würstchen. „Macht & Pracht“ ist das diesjährige Motto des TAGs DES OFFENEN DENKMALS, ein wunderbares Thema, der Ort hier erzählt eine Menge über Macht + Pracht + Demokratie:

Etwa der alte Turm der Christuskirche, dessen Form an den Versuch erinnert, der Macht der Schlotbarone ein Maß beizugeben. Die zerstörte Christuskirche, die zum Denkmal wurde dafür, dass alle Macht, wird sie nicht begrenzt, sich gegen sich selber wendet. Die neu erbaute Christuskirche, die, unpompös und bilderlos, von Grund auf anders definiert, was prächtig sein kann. Und schließlich der Platz des europäischen Versprechens, der die Christuskirche umgibt, er ist den Versprechen gewidmet, die 14.726 Menschen sich selber gegeben haben: ein Platz der Demokratie, ein Bild von uns.

Es wird drei Führungen geben an diesem Tag, der Weg in die so prächtige wie prekäre „Helden-Gedenkhalle“ im Turm, die an den Ersten Weltkrieg erinnert, wir wandern hinüber in die neue Christuskirche, die, unpompös und bilderlos, als eine der schönsten Sakralneubauten Europas gilt. Es geht natürlich auf den Platz des europäischen Versprechens von Jochen Gerz und schließlich hinauf auf den Turm bis hoch zu den Glocken, die das Thema des Tages  –  „Macht & Pracht“  –  nochmals eigens vor Augen stellen.

Übrigens: Geläutet werden die Gocken nur einmal im Jahr  –  am Tag darauf, dem 11. September, von 14:46 bis 15:03 Uhr.

» Führungen um 13 h, 15 h und 17 h
» Dauer jeweils 60 bis 90 Minuten
» kostenfrei

» Hinweis: Die Treppen des Turmes hochzusteigen, ist keine übermäßige, aber dennoch körperliche Anstrengung. Die Luft im Turm kann mitunter stickig sein. Wir geben das sonderlich allen zu bedenken, die unter Atembeschwerden leiden.

Tag des offenen Denkmals | „Macht & Pracht“

Was an der Demokratie schön ist: dass es sie gibt, wenn Macht & Pracht in Schutt & Asche liegen. Was an der Demokratie nicht schön ist: dass sie sich so schwer tut damit, sich ihre eigene Schönheit zu schaffen. Ihre Macht ist ihre Öffentlichkeit, ihr Selbstbewusstsein. Diese Macht zu feiern, geht nahezu immer an allem […]