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Doctorella | urban urtyp #44

„Punk-Rock-Elektro-Synthie-Chanson-Mix“, konstatiert DERFREITAG. “Disco-Punk mit dadistischem Einschlag“, das FAZ-Feuilleton. „Indie-Supergroup“, schreibt SPEX („vorsichtig dosiert“). „Electro-Rock-Chansons mit Pop-Appeal und Underground-Prägung“, sagen sie selber, Kerstin und Sandra Grether, die beiden bilden „die Doppelspitze des deutschen Pop-Feminismus“ (meint ZITTY). Vor Jahren hatte Sandra Parole Trixie gegründet, die damals wohl erste Riot-Grrrl-Band im Lande, Kerstin schrieb kluge Texte in […]

Doctorella - Video Testosteron_Get_it_on mit Theresa Lehmann und Mercedes Reichstein - Kopie

Doctorella: Standbild ihres Videos „Testosteron!, Get it On!“ mit Theresa Lehmann und Mercedes Reichstein

„Punk-Rock-Elektro-Synthie-Chanson-Mix“, konstatiert DERFREITAG. “Disco-Punk mit dadistischem Einschlag“, das FAZ-Feuilleton. „Indie-Supergroup“, schreibt SPEX („vorsichtig dosiert“). „Electro-Rock-Chansons mit Pop-Appeal und Underground-Prägung“, sagen sie selber, Kerstin und Sandra Grether, die beiden bilden „die Doppelspitze des deutschen Pop-Feminismus“ (meint ZITTY).

Vor Jahren hatte Sandra Parole Trixie gegründet, die damals wohl erste Riot-Grrrl-Band im Lande, Kerstin schrieb kluge Texte in SPEX und TAGESSPIEGEL und ziemlich erfolgreiche Bücher, der Longseller „Zuckerbabys“ beispielsweise ist von ihr. Das Wesen aber, das sie jetzt geschaffen haben, Doctorella, ist etwas Neues: eine Polit-Band, die keine ist.

Keine Riot-Grrrl-Pose, sie sind weit weg vom Mädchenband-Gehabe, nicht nur weil neben den Grethers ein weiteres Zwillingspaar mitspielt, Flavio und Fabrizio Steinbach, sondern deshalb, weil diese Band, so die Grethers, „ein völlig anderer musikalischer Entwurf“ sei:

„Bei Parole Trixi ging es darum, die Albträume auszuloten, bei Doctorella geht es darum, die Träume und Utopien auszukosten. Die Unterschiede könnten kaum größer sein. Zur Utopie gehört nämlich auch die Fähigkeit zur Verwandlung.“

Zu viel Theorie? Nicht mehr als bei Tocotronic, um einmal diesen halb in Hörweite liegenden Vergleich zu bemühen. Manchmal rückt auch Nico auf Hörweite heran oder Annette Humpe aus den Ideal-Zeiten, in denen die Grether-Sisters gerade eingeschult wurden  –  alles jedoch, was bei ihnen „klingt wie“, klingt wie ein ironisches Zitat, eine Beigabe zur Mischung aus  –  und das ist jetzt Doctorellas Selbstdiagnose  –

„The Strokes, The Knife und Blumfeld mit einem Schuss Hildegard Knef“.

Was sie antreibe, wurden sie gefragt, Antwort: ein „euphorisch-utopischer Veränderungsspirit“. Das ist nicht eben tief gestapelt, möchte man meinen, tatsächlich besteht dieser Spirit dann aber darin, jedem Dogma, das sie aufstellen, unverzüglich auszuweichen:

“Ich will alles von dir wissen“, heißt einer ihrer Songs, „Alles, Alles von dir wissen. Aber behalt dein Geheimnis für dich.“

 

>> 07. Februar
>> wie immer bei urban urtyp: sonntags, 19 Uhr, immer nur 10 Euro
>> wie immer im urban urtyp kubus
>> fördermittelfrei !
>> Tickets hier

Doctorella | urban urtyp #44

„Punk-Rock-Elektro-Synthie-Chanson-Mix“, konstatiert DERFREITAG. “Disco-Punk mit dadistischem Einschlag“, das FAZ-Feuilleton. „Indie-Supergroup“, schreibt SPEX („vorsichtig dosiert“). „Electro-Rock-Chansons mit Pop-Appeal und Underground-Prägung“, sagen sie selber, Kerstin und Sandra Grether, die beiden bilden „die Doppelspitze des deutschen Pop-Feminismus“ (meint ZITTY). Vor Jahren hatte Sandra Parole Trixie gegründet, die damals wohl erste Riot-Grrrl-Band im Lande, Kerstin schrieb kluge Texte in […]