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Europäische Erinnerung

Gedenken zum Volkstrauertag

Stadt Bochum, Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge, Evangelische und Katholische Kirche, Hildegardis-Schule laden ein
Eröffnung des Platz des europäischen Versprechens Dezember 2015 by Guido Meincke

Vor Jahren hatten wir in der Christuskirche mehrfach versucht, einen Europäischen Volkstrauertag möglich zu machen. Einen Tag, der das Leiden der anderen mit einbezieht. Der es möglich machte, dass wir gemeinsam trauerten um das, was wir uns in Europa angetan haben. Dass wir das Gefühl für ein Europa entwickelten, das imstande wäre, um sich selber zu weinen. Heute sind wir es, der grausame Krieg, den Putins Russland gegen die freie Ukraine führt, eint Europa. Am Sonntag lädt die Stadt gemeinsam mit dem Volksbund und den beiden großen Kichen zur zentralen Gedenkveranstaltung an den Platz des europäischen Versprechens.

“Mit der Wahl dieses Ortes soll angesichts des von Putin befohlenen Angriffs auf die Ukraine ein bewusstes Zeichen gegen den Krieg und für Frieden und Zusammenhalt in Europa gesetzt werden”, heißt es in der Einladung zu der öffentlichen Gedenkveranstaltung in der Christuskirche, die musikalisch von Schülern der Hildegardisschule gestaltet wird und mit einer ökumenischen Andacht durch den Superintendenten und den Stadtdechanten sowie dem „Totengedenken“ durch Oberbürgermeister Eiskirch endet.

Die Gedenkrede zum Volkstrauertag hält in diesem Jahr Bernd Faulenbach, für den emeritierten Profesor der Geschichte wird es seine letzte Ansprache als Kreisvorsitzender des Volksbundes sein. Nach fast neun Jahren verabschiedet er sich – wie auch sein Kreisgeschäftsführer Ulrich Wicking – aus diesem Amt. Unter Faulenbachs Leitung hat der Bochumer Volksbund seinen Aufgabe vor allem darin gesehen, die Erinnerung an die Folgen von Krieg, Gewaltherrschaft und Vertreibung gerade bei den Jüngeren aufrecht zu erhalten.

Zwischen 2017 und 2019 ist es der Hildegardis- und Goethe-Schule gemeinsam mit dem Volksbund gelungen, die auf dem Blumenfriedhof begrabenen 308 ehemaligen Zwangsarbeiter in die Erinnerung zu rufen, ihre Namen und Todestage konnten ermittelt werden. Seitdem erinnern dort zwei Gedenkstelen an sie.

Ab dem kommenden Jahr sollen, so wird es der Mitgliederversammlung Anfang 2023 vorgeschlagen werden, die ehemalige Landtagspräsidentin Carina Gödecke zur neuen Vorsitzenden und Axel Striebeck zum Geschäftsführer des Volksbundes gewählt werden.

 

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Stadt Bochum, Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge, Evangelische und Katholische Kirche, Hildegardis-Schule laden ein