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Robert Menasse | liest aus „Die Hauptstadt“

„Weil Bochum eine europäische Stadt ist“: Robert Menasse liest zum Europatag am Platz des europäischen Versprechens Eine Hommage an Europa, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2017: Robert Menasse, der große Romancier, liest zum Europatag, 8. Mai, am Platz des europäischen Versprechens aus seinem preisgekrönten Roman – dem ersten, der Brüssels Bürokratie in Literatur verwandelt hat. […]

Robert Menasse by Emanuela Danielewicz (c)

„Weil Bochum eine europäische Stadt ist“: Robert Menasse liest zum Europatag am Platz des europäischen Versprechens


Eine Hommage an Europa, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2017: Robert Menasse, der große Romancier, liest zum Europatag, 8. Mai, am Platz des europäischen Versprechens aus seinem preisgekrönten Roman – dem ersten, der Brüssels Bürokratie in Literatur verwandelt hat.

„Die Hauptstadt“ heißt er, dieser von der Kritik in hohen Tönen gelobte Roman, und auf den ersten Blick scheint mit der Hauptstadt tatsächlich Brüssel gemeint zu sein, die Stadt, in der die Fäden Europas zusammenlaufen. Und die Erzählfäden, die Menasse spinnt: ein Kommissar, der auf der Suche ist nach einem Mörder, der einen Mord begangen hat, den es nicht gibt. Ein Professor, der den Eingang sucht zu einem „Think Tank“, das nicht denken will. EU-Beamte, die sich auf die Suche machen nach dem, was Europa bedeutet. Und David de Vriend, er hat die Nazis bekämpft, er hat Auschwitz überlebt, seine Erinnerung zerrinnt …

Schwerer Stoff? „Ein großer Wurf“, so das Urteil von Philipp Haibach in „DIE WELT“. „Elegant geschrieben, fabelhaft gebaut, pointen- und gedankenreich“, meinte Andreas Isenschmid in „DIE ZEIT“. Und im „TAGESSPIEGEL“ schrieb Denis Scheck, Menasses Roman sei „eine grandiose Liebeserklärung an Europa und gleichzeitig eine blendend recherchierte Innenansicht über die Arbeit der Europäischen Kommission“.

Aus diesem großen europäischen Roman – als bester Roman des Jahres 2017 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet – liest Robert Menasse nun am Vorabend des Europatages am Platz des europäischen Versprechens. Ein Coup.

„Robert Menasse ist ein großer Romancier und ein leidenschaftlicher Europäer“,

sagen Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und der Superintendent der Evangelischen Kirche in Bochum, Gerald Hagmann:

„Menasses Roman ist eine Liebeserklärung an alle, die wir Europa bilden.“

Und das ist der Grund, warum die Stadt und die Evangelische Kirche den österreichischen Schriftsteller für diesen Tag an diesen Ort eingeladen haben: weil Bochum eine europäische Stadt ist. Allein der Platz des europäischen Versprechens ist aus 14.726 Namen gebaut, die für die Vielfalt stehen, die Europa bedeutet. Und für die Vorstellungskraft, die jeder Einzelne entwickeln kann.

Darum: kein Europatag mit Sonntagsreden vor Würstchenbuden-Kulisse, sondern mit Literatur am Platz des europäischen Versprechens. Einem Ort des Sprechens und der Diskussion: Im Anschluss an seine Lesung wird sich Robert Menasse  –  der Wiener Romancier gilt als diskussionsfreudig, meinungsstark, immer unterhaltsam  –  mit Bochumer Bürgerinnen und Bürgern über seine europapolitischen Vorstellungen streiten: mit

>> Michael Mauer, Bochumer Unternehmer 
>> Schülerinnen und Schülern der Hildegardis-Schule, einer der vier Europa-Schulen Bochums
>> Nikolai Fuchs, Vorsitzender der gemeinnützigen Stiftung der örtlichen GLS-Bank.

Sie alle haben ihre Erfahrungen mit Europa gemacht, Erfahrungen, die nicht immer nur literarisch gewesen sein dürften, die aber alle zu dem gehören, was wir in Bochum sind: europäisch.


ROBERT MENASSE

wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien. Vier Jahre hat er, um seinen Roman zu recherchieren, in Brüssel gelebt.

Menasses Vater Hans war 1938 mit einem jüdischen Kindertransport nach England geschickt worden, ein Jahr nach Roberts Geburt wurde der begnadete Fußballer mit Vienna FC österreichischer Meister.


PREISE

Österreichischer Buchpreis (Shortlist) 2017
Deutscher Buchpreis 2017
Max-Frisch-Preis 2014
Heinrich-Mann-Preis 2013
Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg 2002
Joseph-Breitbach-Preis 2002
Lion-Feuchtwanger-Preis 2002
Marie-Luise-Kaschnitz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing 2002
Grimmelshausen-Preis 1999
Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik 1998
Hugo-Ball-Preis 1996
Förderpreis des österreichischen Würdigungspreises für Literatur 1995
Marburger Literaturpreis; Preis der Alexander-Sacher-Masoch-Stiftung 1994
Berliner Künstlerprogramm des DAAD 1993
Förderpreis Literatur des Hans-Erich-Nossack-Preises 1992
Heimito-von-Doderer-Preis 1991
Literaturförderpreis der Stadt Wien 1989


WEITERE PRESSE-STIMMEN

»Ein Coup – denn bislang hat noch kein Schriftsteller von Rang versucht, herauszufinden, ob die europäische Bürokratie literaturfähig ist. … Menasse bietet uns mit seinem Roman Die Hauptstadt ein Lesevergnügen …«  |  Carsten Otte, taz. die tageszeitung

»Die Schilderung des Brüsseler Beamtenmilieus bereitet keine Schwierigkeiten, im Gegenteil: Sie gelingt ungemein.«  |  Jochen Hieber, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Robert Menasses großer EU-Roman ist ein leidenschaftliches Plädoyer …«  |  Harald Jähner, Frankfurter Rundschau

»Robert Menasse balanciert in Die Hauptstadt auf einem Hochseil, das zwischen Krimi und Gesellschaftsroman gespannt ist …«  |  Süddeutsche Zeitung

»Schriftsteller wie Robert Menasse müssten deutlicher Gehör finden und Politiker endlich wieder eine Brücke zu den Intellektuellen schlagen.«  |  Björn Hayer, SPIEGEL ONLINE

»Ein grosses Jubilee Project soll das fünfzigjährige Bestehen der EU-Kommission feiern. Rund um die Vorbereitungen entwickelt Menasse seine raffiniert gebaute Geschichte, in der nichts dem Zufall überlassen ist.«  |  Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung

»Jedes Element für sich ist relevant, unzweifelhaft auch literarisch gelungen.«
Ursula März, Deutschlandfunk Kultur

»Die Hauptstadt, das ist nicht nur ein meisterhaft erzählter Ideen- und Epochenroman, es ist auch ein erhellendes und anregendes Lesevergnügen, bei dem uns Europa in einem neuen Licht erscheint.«  |  Kristina Pfoser, ORF


ROBERT MENASSE liest aus „Die Hauptstadt“

>> Dienstag 8. Mai 18 Uhr
>> Eintritt 10 € | Für jedes Ticket geht ein Frei-Ticket an KulturPott, an Schulen und an Initiativen, die für Europa einstehen.
>> Tickets können Sie hier direkt online ordern oder in einer von 2000 VVK-Stellen bundesweit erstehen.

 

Robert Menasse | liest aus „Die Hauptstadt“

„Weil Bochum eine europäische Stadt ist“: Robert Menasse liest zum Europatag am Platz des europäischen Versprechens Eine Hommage an Europa, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2017: Robert Menasse, der große Romancier, liest zum Europatag, 8. Mai, am Platz des europäischen Versprechens aus seinem preisgekrönten Roman – dem ersten, der Brüssels Bürokratie in Literatur verwandelt hat. […]