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Stadtkantorei | Händel: Der Messias

„Der größte Komponist, der je gelebt hat.“ Beethoven über Händel: „Ich würde mein Haupt entblößen und an seinem Grabe niederknien.“ Kein anderer, der mit solcher Leichtigkeit die Tiefen ausmisst, Gefühle ausleuchtet, den weiten Raum durchquert, der zwischen Frömmigkeit und Lebenslust liegt. Händels Messias ist Grand Musical Entertainment, wie bereits sein Librettist Charles Jennens geurteilt hat. […]

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Stadtkantorei Bochum, Mitglieder Bochumer Symphoniker, Dezember 2015 | (c) Sabine Michalak

„Der größte Komponist, der je gelebt hat.“ Beethoven über Händel: „Ich würde mein Haupt entblößen und an seinem Grabe niederknien.“ Kein anderer, der mit solcher Leichtigkeit die Tiefen ausmisst, Gefühle ausleuchtet, den weiten Raum durchquert, der zwischen Frömmigkeit und Lebenslust liegt. Händels Messias ist Grand Musical Entertainment, wie bereits sein Librettist Charles Jennens geurteilt hat. Londons Bischof erließ ein Verbot.

Ein Bischof, der den „Messias“ verbietet  –  Händels Musik brigt ein Risiko fürs Amt, gerade weil diese Musik so unangestrengt ist, unmittelbar. Eine Demokratisierung des Empfindens, eine Würdigung dessen, was alle empfinden, das Hohe und das Niedrige. Stefan Zweig hat sich dies in „Sternstunden der Menschheit“ vorgestellt, dieses Pathos des Fühlens, das Unermessliches anstoßen kann in jedem von uns:

Alles war geschrieben, geschaffen, gestaltet, in Melodie und Aufschwung entfaltet  –  nur ein Wort fehlte noch, das letzte des Werkes: »Amen«. Aber dieses »Amen«, diese zwei knappen, raschen Silben, sie faßte Händel nun, um aus ihnen ein klingendes Stufenwerk bis in den Himmel zu bauen. Den einen Stimmen warf er sie zu und den andern im wechselnden Chore, er dehnte sie, die beiden Silben, und riß sie immer wieder auseinander, um sie immer wieder neu und noch glühender zu verschmelzen, und wie Gottes Atem fuhr seine Inbrunst in dieses Ausklangswort seines großen Gebetes, daß es weit ward wie die Welt und voll ihrer Fülle. Dieses eine, dieses letzte Wort, es ließ ihn nicht, und er ließ es nicht, in großartiger Fuge baute er dies »Amen« auf aus dem ersten Vokal, dem hallenden A, dem Urklang des Anfanges, bis es ein Dom war, dröhnend und voll, und mit der Spitze reichend bis in den Himmel, immer noch höher steigend und wieder fallend und wieder steigend, und schließlich von dem Orgelsturm gepackt, von der Gewalt der vereinten Stimmen noch und nochmals emporgeschleudert, alle Sphären erfüllend, bis daß es war, als ob in diesem Päan des Dankes auch die Engel mitsängen, und das Gebälk splitterte zu seinen Häupten von diesem ewigen »Amen! Amen! Amen!«

Ein Stufenwerk bis in den Himmel … das muss ein Chor erst einmal können, ein solches Stufenwerk. Dirigent: Arno Hartmann


Der Messias
Oratorium in 3 Teilen von Georg Friedrich Händel

Stadtkantorei Bochum
Mitglieder der Bochumer Symphoniker

Solisten:

Ina Siedlaczek | Sopran
Sonja Koppelhuber | Alt
Georg Poplutz | Tenor 
Klaus Mertens | Bass

Arno Hartmann | Dirigent

>> VVK 24 € / 12 € bis 25 Jahre zzgl. Gebühren
>> AK 28,- € / 14 € | AK öffnet um 19:00 Uhr

>> Tickets gibt es hier (hier klicken) und an allen besseren VVK-Stellen

Stadtkantorei | Händel: Der Messias

„Der größte Komponist, der je gelebt hat.“ Beethoven über Händel: „Ich würde mein Haupt entblößen und an seinem Grabe niederknien.“ Kein anderer, der mit solcher Leichtigkeit die Tiefen ausmisst, Gefühle ausleuchtet, den weiten Raum durchquert, der zwischen Frömmigkeit und Lebenslust liegt. Händels Messias ist Grand Musical Entertainment, wie bereits sein Librettist Charles Jennens geurteilt hat. […]