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Till Brönner & Dieter Ilg

Ein Credo ist ein Glaubensbekenntnis, das Credo von Till Brönner lautet: „Reduktion aufs Wesentliche“. Das Zurückführen   –  lat. reducere  –  hat Till Brönner auf die Höhen der Popularität geführt, er ist der wohl erfolgreichste und populärste Jazz-Musiker im Land. Einer, der seinen eigenen Ton ausgebildet hat und nun mit einiger Lässigkeit durch die Genres spaziert, […]

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Till Brönner by Ali Kepenek (c)

Ein Credo ist ein Glaubensbekenntnis, das Credo von Till Brönner lautet: „Reduktion aufs Wesentliche“.

Das Zurückführen   –  lat. reducere  –  hat Till Brönner auf die Höhen der Popularität geführt, er ist der wohl erfolgreichste und populärste Jazz-Musiker im Land. Einer, der seinen eigenen Ton ausgebildet hat und nun mit einiger Lässigkeit durch die Genres spaziert, durch Klassik, Jazz und Pop, ohne dass man seinen Sound je aus den Ohren verlieren würde. Gibt wahrlich nicht viele Instrumentalisten, denen man nachsagen kann, ihr Sound sei unverkennbar.

Jetzt also im Duo mit Dieter Ilg –  eine Trompete, ein Kontrabass, das klingt erst einmal arg reduziert. Aber dann öffnet sich etwas, das mehr ist und anders als die Summe seiner Teile. Von Ornette Coleman bis zum deutschen Volkslied, den Beatles oder Richard Wagner  –  was diese beiden Spitzenmusiker geben, ist kein Potpourri, sondern eine Antwort auf die Frage, was eigentlich die Musik der letzten hundert Jahre getragen hat und geprägt: der Jazz.

Jazz heißt: das, was vorgegeben ist, weiter zu denken, weiter zu spinnen, zu improvisieren. Jazz heißt: Der Einzelne dient nicht der Tradition, sondern die Tradition dem einzelnen Künstler. In diesem Fall: den beiden einzelnen Künstlern, die seit vielen Jahren zusammen spielen, sich blind vertrauen, sich wechselseitig Raum geben für das, was niemand vorhersehen kann.

TILL BROENNER

„Als ich zum ersten Mal den Bebop von Charlie Parker hörte, war das meine Initialzündung. Ich war 13, und es war fast so etwas wie die erste erotische Erfahrung. Ich dachte: So etwas Unanständiges kann man eigentlich nicht machen. Die Musik war wie eine Frau, die mich anbaggerte.“

Till, 1971 in Viersen in eine Musikerfamilie hinein geboren, absolvierte zunächst eine
klassische Ausbildung und studierte dann an der Kölner Musikhochschule Jazztrompete. Nach nur drei Semestern überzeugt der damals gerade 20jährige bei einem Vorspiel den Chef des Berliner RIAS-Tanzorchesters, zzwei Jahre später debütiert er als Bandleader mit einer eigenen CD, „Generations Of Jazz“, die nicht zuletzt dadurch Aufmerksamkeit auf sich zog, dass die legendären Jazzgrößen Ray Brown und Jeff Hamilton mitwirkten.

Als erstem Künstler gelang es Brönner, die “Triple Crown“ – den Echo Pop, den Echo Klassik und den Echo Jazz – mit nach Hause zu nehmen. Seit 2009 hat er eine Professur an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden inne, dank seiner zweimaligen Teilnahme als Jurymitglied und Mentor bei der Castingshow “X Factor“ [2010/11] aber auch definitive Star-Popularität erlangt.

DIETER ILG

Auch hier ein Schlüsselerlebnis mit 13: Nach Blockflöte, Geige und Bratsche fand der Offenburger als 13jähriger zu seinem Instrument, dem Kontrabass. Ausbildung an der Musikhochschule Freiburg und an der New Yorker Manhatten School of Music; erste Live-Erfahrungen und peu à peu der Ruf, Geheimtipp in der internationalen Jazzszene zu sein. Engagements im Randy Brecker Quintett (1987-1989), bei der Modern Jazz Combo Magelsdorff / Dauner Quintett (1991-2004) und dem Nguyên Lê Trio (1994-1997); Ilg etabliert sich als Jazzmusiker von Weltrang.

Ende der 90er ein Schritt zur Seite, Ilg experimentiert mit ungewöhnlichen Kombinationen: In Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Wolgang Muthspiel und dem Schlagzeuger Steve Argüelles werden die Alben „Folk Songs“, „Fieldwork“ und „Live Ilg“ eingespielt, auf denen der Kontrabass-Virtuose eine überraschende Verbindung schafft: die von Jazz und Volkslied. Vier Jahre lang gingen die Musiker mit diesem Konzept gemeinsam auf Tour.

2001 gründet Ilg sein eigenes Plattenlabel fullfat – und landete 2008 mit der Veröffentlichung des Soloalbums „BASS“ einen Clou, ebenso 2010 mit „OTELLO“, einem Jazz-Klassik-Crossover Projekt.

Zahlreiche Auszeichnungen (u.a. Baden-Würtembergischer Jazzpreis 1988, Jazzpott 2005 oder der ECHO Jazz 2011 Bass / national), zahlreiche Lehraufträge an renommierten Musikhochschulen in Deutschland, in der Schweiz, in Finnland oder Neuseeland.

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Till Brönner & Dieter Ilg

Ein Credo ist ein Glaubensbekenntnis, das Credo von Till Brönner lautet: „Reduktion aufs Wesentliche“. Das Zurückführen   –  lat. reducere  –  hat Till Brönner auf die Höhen der Popularität geführt, er ist der wohl erfolgreichste und populärste Jazz-Musiker im Land. Einer, der seinen eigenen Ton ausgebildet hat und nun mit einiger Lässigkeit durch die Genres spaziert, […]