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Wolf Maahn | solo & acoustic

Ray Charles habe seine Mutter gehört, hat er mal erzählt, und dann die Beatles. Und „als die Beatles 1966, da war ich elf, ihre erste und einzige Tour durch Deutschland starteten, hat sich meine Mutter morgens um 6 Uhr angestellt und Karten für mich und meine Brüder ergattert.“ So kam Wolf Maahn zur Musik und […]

Wolf_Maahn Spitzbergen , Norwegen, 09. Mai, 2009, Foto Angelika Maahn

„ROKING FORBUDT“ steht oben auf dem Schild. Wolf Maahn im Mai 2009 in Spitzbergen, Norwegen. Foto: Angelika Maahn

Ray Charles habe seine Mutter gehört, hat er mal erzählt, und dann die Beatles. Und „als die Beatles 1966, da war ich elf, ihre erste und einzige Tour durch Deutschland starteten, hat sich meine Mutter morgens um 6 Uhr angestellt und Karten für mich und meine Brüder ergattert.“ So kam Wolf Maahn zur Musik und ging mit Fleetwood Mac auf Tour, spielte den Supporter für Bob Marley, für Roxy Music, für Bob Dylan. Unfassbar, so ein Werdegang.

Die Band, mit der er wurde, was er ist, nannte er „Die Deserteure“. Maahn türmt. Deserteure, muss man wissen, waren bis in die 90er hinein nicht eben wohlgelitten, erst 2002 wurden alle Urteile für nichtig erklärt, die NS-Militärgerichte gegen die diejenigen vollstreckt hatten, die versucht hatten, bei den Verbrechen der Wehrmacht nicht mitzumachen, 2002! Da hatte Maahn Die Deserteure schon 20 Jahre lang ins Bühnenlicht gebracht.

Und zugleich angefangen damit, auf Deutsch zu singen, auch das war damals nicht unbedingt cool: „Als Erstes habe ich eine sehr abgefahrene Version von ‚Sag mir wo die Blumen sind‘ eingespielt“.  Als Erstes eine Version des Ur-Songs aller Polit-Songs: Maahn ist trotzdem kein 68er, dafür ist er viel zu jung und gleichzeitig zu alt, um von den 68ern beschult worden zu sein. Mit seinem politischen Engagement bleibt er  –  zwischen Brokdorf und Wolfgang Clement, wenn man so will  –  in the middle of the road, die Frage ist, ob, was er macht, deswegen Mainstream ist?

Ja, nein, ein Beispiel: Maahn ist der erste deutsche  –  deutschsprachige, deutschrockende oder wie immer man dies neue Deutsch verstehen will  –  der erste deutsche Act, der es in den legendären Rockpalast gebracht hat, damals hörte halb Europa zu, wenn man sich im WDR zum Musizieren traf. Eindeutig Mainstream, völlig klar [klang aber anders als heute], und trotzdem wurde Maahn nie in jene Umlaufbahn geschossen, in der die Stars & Sternchen kreisen.

Und wenn man so darüber nachdenkt, warum das so ist: Er ist Straßenmusiker geblieben.

„Rosen im Asphalt“, „Irgendwo in Deutschland“, „Ich wart auf Dich“, „Kind der Sterne“ – das ist richtig guter Mainstream, Hits, die „unsinkbar“ bleiben, wie der ROLLING STONE einmal schrieb. Unsinkbar aber nicht deshalb, weil sie vielleicht mal in die Rotation geraten sind, sondern weil sie Songs sind, gute Songs. Der Mann ist Songmacher, jetzt kommt er solo zu uns, 1 Maahn, 1 Gitarre.

>> 24,30 EUR

 

Wolf Maahn | solo & acoustic

Ray Charles habe seine Mutter gehört, hat er mal erzählt, und dann die Beatles. Und „als die Beatles 1966, da war ich elf, ihre erste und einzige Tour durch Deutschland starteten, hat sich meine Mutter morgens um 6 Uhr angestellt und Karten für mich und meine Brüder ergattert.“ So kam Wolf Maahn zur Musik und […]